Druckgeschwür (Dekubitus) Behandlung

Eine professionelle Versorgung von Druckgeschwüren/Dekubitus fördert die Abheilung und ermöglicht eine rasche Schmerzlinderung.

Druckgeschwür (Dekubitus) Behandlung

Das Druckgeschwür gehört zu den häufigsten chronischen Wunden. Durch eine professionelle Druckgeschwür (Dekubitus) Behandlung können bestehende Beschwerden deutlich gelindert und die Wundheilung gefördert werden.

Ein Dekubitus ist eine Gewebeschädigung, die durch zu hohen und zu lange anhaltenden Druck entsteht, zum Beispiel durch langes Liegen. Die andauernde Druckeinwirkung auf das Gewebe führt an dieser Stelle zu Durchblutungsstörungen und schließlich zur Wunde.

Zu langer, zu hoher Druck an derselben Stelle kombiniert mit zu wenig Umlagerung oder Eigenbewegung des Patienten führt typischerweise zu Gewebeschäden. Am häufigsten ist der Sacral-Gesäßbereich (Kreuzbein am unteren Ende der Wirbelsäule) betroffen, gefolgt von der Ferse. Wundschmerz und Wundinfektionen können sich negativ auf den Heilungsprozess auswirken. Geschädigte Haut (durch Trockenheit, Aufweichung, Irritation) ist grundsätzlich anfälliger. Bei bestehenden Hautschäden genügen oft geringe Zusatzbelastungen, um einen Hautdefekt entstehen zu lassen. Es können Wunden entstehen, ohne dass diese durch zu langen oder zu hohen Druck verursacht wurden. Dieser „Pseudo-Decubitus“ wird häufig fälschlicherweise als Dekubitus bezeichnet, nur weil die Wunde an den typischen Dekubitus-Stellen auftritt.

Wichtig: Nicht jeder Mensch ist gleich anfällig für zu langen oder zu hohen Gewebedruck. Die Häufigkeit der Hautkontrolle und der Umlagerung sowie die Qualität des Lagerungssystems muss deswegen individuell angepasst werden.

Die Druckgeschwür (Dekubitus) Behandlung wird in den WundKompetenzZentren von erfahrenen und einfühlsamen Ärztinnen und Ärzten bzw. zertifizierten Wundmanagerinnen und Wundmanagern durchgeführt, die gerne all Ihre offenen Fragen rund um die Therapie beantworten. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Risikofaktoren für ein Druckgeschwür (Dekubitus)

  • Mangelhafte Durchblutung
  • Arterienverschluss (zum Beispiel bei „Schaufensterkrankheit“, diabetischen Veränderungen)
  • Skelett- und Gelenkveränderungen
  • Erhöhter Sauerstoffverbrauch (zum Beispiel bei Fieber)
  • Flüssigkeitsmangel
  • Bewusstseinsstörungen
  • Lähmungen, Gefühlsstörungen
  • Mangelernährung
  • Abmagerung
  • Bewegungsmangel
  • Starke Depressionen
  • Erniedrigter Blutdruck
  • Blasenschwäche
  • Tumor
  • Ekzem in der Anal-Genital-Region
  • Alter

Tipps zur Vorsorge von Druckgeschwüren bzw. Selbsthilfe

  • Früherkennung der Gefährdung
  • Druckentlastung durch regelmäßige Umlagerung
  • Weichlagerung (Antidekubitus-Matratze, Antidekubitus-Sitzkissen)
  • Ausgewogene Ernährung (eiweißreich)
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Bewegung
  • Hautbeobachtung
  • Hautpflege
  • Behandlung von Grunderkrankungen
  • Ausschalten von Risikofaktoren